Kronsaumverletzungen werden auch als Kronentritte bezeichnet und können sehr unangenehme Auswirkungen haben
- hier befindet sich die Wachstumszone für das Wandhorn des Hufes.
Ursachen:
- Tritte durch den Nachbarhuf oder das Nachbarpferd
- Anschlagen an Hindernisse
- Greifen bei Stops und engen Wendungen, Gefahr erhöht sich bei Hufeisen mit Stollen
Unterschieden werden Kronsaumverletzungen in:
- oberflächliche Verletzungen und
- tiefere Verletzungen
Oberflächliche Verletzungen sind eigentlich belanglose, aber praktisch immer infizierte Verletzungen.
Die Behandlung erfolgt am besten durch einen 1- bis 2-tägigen Angussverband. Die Haare über dem verletzten Bereich sollten entfernt werden.
Tiefere Verletzungen sind evtl. Quetschungen der Kronlederhaut oder Trennung von Saumband und Hornwand.
Hier ist eine rasche Behandlung nötig, um Komplikationen zu verhindern:
- eitrige Lederhautentzündung
- Absterben von Haut- und Lederhautanteilen
- Hufknorpelnekrose und -fistel
- Hornspalte, -kluft oder -säule
- sich leicht ausbreitende Kronrandphlegmone
- verletzte Strecksehnen mit möglicher Nekrose der selben
- Huf- oder Krongelenk geprellt oder verletzt
Bei einer Verletzung der Gelenke spricht man auch von einem perforierenden Kronentritt
- dabei tritt Gelenksflüssigkeit aus der Wunde aus.
Es handelt sich hierbei um einen Notfall !!! |